Fehmarnsundbrücke – das Tor zur Insel Fehmarn

im Meer mittendrin!

Fehmarn – die Sonneninsel

Hinter der Fehmarnsundbrücke wird es merklich weiter: mehr Himmel, mehr Meer, weniger Termine. 185 Quadratkilometer Insel, auf denen du morgens entscheidest, was der Tag wird.

185 km²

Fläche – Deutschlands drittgrößte Insel

78 km

Küstenlinie rund um die Insel

~2.100

Sonnenstunden im Jahr – die Sonneninsel

20+

Badestrände, von flach bis Steilküste

~300 km

ausgeschilderte Radwege

45 Min.

mit der Fähre nach Dänemark

Eine Insel, viel Platz

Fehmarn ist die einzige Insel Schleswig-Holsteins und nach Rügen und Usedom die drittgrößte Deutschlands. Seit 1963 hängt sie am Festland: an der 963 Meter langen Fehmarnsundbrücke, die hier alle nur den „Kleiderbügel“ nennen.

Drumherum liegen 78 Kilometer Küste, dahinter Felder, ein paar Dörfer und mit Burg ein Hauptort, in dem tatsächlich etwas los ist. Mit 2.000 bis 2.100 Sonnenstunden im Jahr zählt Fehmarn zu den sonnigsten Ecken Deutschlands. Daher der Beiname.

Manche kommen zum Surfen, andere wegen der Vögel, wieder andere wollen zwei Wochen lang schlicht nichts. Das geht hier gut nebeneinander.

Kitesurfer springt vor der Küste Fehmarns durch die Gischt

Wind & Wellen

Wassersport-Revier für alle

Der Wind ist der Grund, warum Fehmarn als eines der besten Surf- und Kiterreviere Deutschlands gilt. Er weht hier ziemlich zuverlässig. Wer anfängt, geht in die geschützte Orther Reede. Wer mehr will, findet an Grüner Brink oder Gold sein Wasser. Und am Südstrand ist einfach Platz.

Mehrere Campingplätze haben eine eigene Wassersportschule direkt am Strand: Windsurfen, Kiten, Wingfoilen, Segeln, SUP. Material leihen geht meistens am selben Steg. Und wer lieber unter die Oberfläche will, taucht hier auch an Wracks.

Weiter Ostseestrand mit Dünen und Findlingen

Strände & Küsten

Feinsandige Strände und wilde Steilufer

Über 20 Badestrände liegen rund um die Insel, und sie sind sich erstaunlich unähnlich. Der Südstrand bei Burgtiefe fällt so flach ab, dass auch die Kleinsten sicher planschen. Wulfener Hals und Gold im Südosten haben dafür die langen Sandbögen.

Bei Katharinenhof im Osten steht eine bis zu zwölf Meter hohe Steilküste. Am Fuß liegen Feuersteine, manchmal auch Fossilien. Im Westen, an der Sunset Coast bei Wallnau und Flügge, geht die Sonne abends direkt im Meer unter.

Weite Naturlandschaft im Wasservogelreservat Wallnau auf Fehmarn

Natur pur

Vogelparadies und weite Landschaften

Fehmarn liegt auf einer der wichtigsten Vogelzugrouten Europas. Im Frühjahr und Herbst machen Zehntausende hier Rast: Gänse, Kraniche, Watvögel, und über den Feldern kreisen Seeadler. Im NABU-Reservat Wallnau kommt ihr aus den Beobachtungshütten heraus erstaunlich nah ran.

Dazu kommen weitere Schutzgebiete: der Grüne Brink im Norden, die Krummsteert-Sulsdorfer Wiek, die Nördliche Seeniederung. Dazwischen Deiche, Binnenseen und Felder, die bis zum Horizont laufen.

Küstenweg entlang des Steinstrands auf Fehmarn

Aktiv unterwegs

Die Insel per Rad und zu Fuß entdecken

Rund 300 Kilometer ausgeschilderte Radwege, und die Insel ist flach. Das macht Touren auch mit Kindern machbar. Der Inselrundweg bleibt fast durchgehend an der Küste, vorbei an Leuchttürmen, kleinen Häfen und Cafés mit Meerblick.

Zu Fuß geht es über die Deiche oder durch die Schutzgebiete. Es gibt Reiterhöfe, am Wulfener Hals einen 18-Loch-Golfpark, und für Drachen ist auf Fehmarn ohnehin immer genug Wind.

Marktplatz von Burg auf Fehmarn mit der St.-Nikolai-Kirche

Land & Leute

Burg, kleine Häfen und Inselküche

Burg ist der Hauptort: Kopfsteinpflaster, die St.-Nikolai-Kirche, kleine Läden, Cafés, Wochenmarkt. Drumherum liegen Dörfer wie Landkirchen, Petersdorf und Bannesdorf, dazu die Fischerhäfen Orth, Lemkenhafen und Burgstaaken.

Gegessen wird, was Insel und Meer hergeben: Fisch direkt vom Kutter, das Fischbrötchen am Hafen, Sanddorn und Honig aus den Hofläden. Fehmarn ist außerdem Ackerland. Im Mai steht der Raps und die halbe Insel leuchtet gelb.

Rund um die Insel

Fehmarns schönste Ecken

Jeder Küstenabschnitt ist anders. Hier ein Überblick, wo du was findest.

Südstrand & Burgtiefe

Flacher Familienstrand mit Promenade, Meereszentrum und Wassersport. Der Klassiker im Süden.

Wulfener Hals

Schmale Halbinsel zwischen Binnensee und Ostsee: Surfen, Golf und Natur dicht beieinander.

Gold

Langer, feiner Sandstrand im Südosten. Ruhig und weit genug für einen ganzen Strandtag.

Katharinenhof

Wilde Steilküste im Osten mit Feuersteinen und Fossilien am Fuß der Abbruchkante.

Sunset Coast (West)

Rund um Wallnau und Flügge geht die Sonne direkt im Meer unter. Dafür lohnt es sich, das Abendessen nach hinten zu schieben.

Grüner Brink

Naturschutzgebiet im Norden mit Strand, Dünen und sehr vielen Vögeln.

Puttgarden & Marienleuchte

Der Fährhafen nach Dänemark und der nördlichste Zipfel der Insel mit Leuchtturm.

Orth & Lemkenhafen

Kleine Fischerhäfen im Westen: Kutter, Fischbrötchen und eine alte Mühle.

Wahrzeichen

Fünf Leuchttürme

Sie markieren die Ecken der Insel und sind beliebte Ausflugsziele. Einen davon kann man besteigen.

Flügger Leuchtturm

Der einzige begehbare Turm der Insel. Von oben seht ihr die ganze Sunset Coast.

Leuchtturm Staberhuk

Am östlichsten Punkt Fehmarns, hoch über der Steilküste, zwischen Feldern und Meer.

Leuchtturm Marienleuchte

Im Norden bei Puttgarden, dort wo die Fähren nach Dänemark ablegen.

Leuchtturm Westermarkelsdorf

An der Nordwestspitze, einer der ältesten Leuchttürme der Insel.

Leuchtturm Strukkamphuk

An der Südküste am Fehmarnsund, in Sichtweite der markanten Brücke.

Zu jeder Jahreszeit

Fehmarn durchs ganze Jahr

Fehmarn funktioniert nicht nur im Hochsommer. Jede Jahreszeit hat ihre eigene Version der Insel.

Frühling

Der Raps blüht, die ersten warmen Tage kommen, und über der Insel ziehen die Vögel nach Norden.

Sommer

Hochsaison: baden, Wassersport und lange Abende an der Sunset Coast.

Herbst

Kräftiger Wind für Kiter und Surfer, klare Luft und Brandung an der Steilküste. Dazu der große Vogelzug.

Winter

Leere Strände, stürmische Spaziergänge und wohltuende Ruhe. Mehrere Campingplätze haben ganzjährig geöffnet.

Tipp: Mehrere Plätze haben ganzjährig geöffnet, falls du Wintercamping ausprobieren willst.

Historische Windmühle bei Lemkenhafen auf Fehmarn

Geschichte & Kultur

Von Fehmarsch Platt bis Jimi Hendrix

Jahrhundertelang war Fehmarn dänisch geprägt, bevor es zu Schleswig-Holstein kam. Geblieben sind der Inseldialekt „Fehmarsch Platt“, alte Kapitänshäuser und Windmühlen wie die in Lemkenhafen.

1970 spielte Jimi Hendrix beim Love-and-Peace-Festival am Flügger Strand. Am 6. September, zwölf Tage vor seinem Tod, und es blieb sein letztes Konzert. Ein Gedenkstein am Strand steht heute noch dort.

Erleben & Genießen

Meereszentrum, U-Boot & mehr

Im Meereszentrum Fehmarn leben über 1.000 Tiere, darunter Deutschlands größtes tropisches Haiaquarium. Technischer wird es im Hafen von Burgstaaken, wo man durch das U-Boot U-11 klettern kann, oder in der Galileo-Wissenswelt.

Übers Jahr verteilt gibt es Konzerte, Sport-Events und Dorffeste. Und von Puttgarden setzt man für einen Tagesausflug nach Dänemark über. Kopenhagen ist näher, als man denkt.

Hafen von Burgstaaken mit dem Museums-U-Boot U-11

Anreise

Brücke, Fähre – und bald ein Tunnel

Über die Fehmarnsundbrücke bist du in wenigen Minuten auf der Insel, mit dem Auto, dem Wohnmobil oder dem Rad. Von Puttgarden fährt die Fähre in rund 45 Minuten ins dänische Rødby. Diese Vogelfluglinie ist die kürzeste Verbindung zwischen Deutschland und Skandinavien.

Dazu kommt der Fehmarnbelt-Tunnel: rund 18 Kilometer Absenktunnel unter der Ostsee, nach Fertigstellung der längste seiner Art. Danach ist Dänemark noch einmal ein Stück näher.